Ulflingens Bahngeschichte
Die Geschichte Ulflingens wurde ab der Mitte des 19. Jahrhunderts
sehr stark vom Bau der Eisenbahnlinie Ettelbruck-Ulflingen geprägt.
Ulflingen ist eine Ortschaft, die schon von den Kelten
bewohnt war.
Die Römer bauten eine 16m breite Verbindungsstrasse
zwischen Reims und Köln, welche durch das Gebiet der heutigen
Gemeinde Ulflingen führt (unweit des Bahnhofs Ulflingen).
Die Ortschaft Ulflingen war jedoch bis zum Bau der Eisenbahnstrecke ein
sehr kleines Dorf. Als nach langem Hin und Her und nach verbissenen
Wortschlachten entschieden wurde, die Eisenbahnstrecke nicht Richtung
Weiswampach
zu bauen sondern Richtung Ulflingen, wurde das kleine Dorf auf der Heide
plötzlich von Menschen überflutet. Viele zogen her ins Ginsterparadies, um hier
zu arbeiten.
Gleich 4 Tunnel wurden in der Gegend gebaut. Einer in Huldingen (mit seinen 780m
ist er auch heute noch der längste Tunnel Luxemburgs), einer in Biwisch direkt hinter
dem Bahnhof, einer bei Fünfbrunnen und einer bei der alten "Paafemillen". Der
letztgenannte stürzte unglücklicherweise während der Bauarbeiten ein, wobei mehrere
Arbeiter ums Leben kamen.
Hinter dem Tunnel in Biwisch teilten sich die Gleise. Eine Strecke verband Ulflingen
mit St-Vith, die andere, welche heute noch benutzt wird, verbindet Ulflingen mit Gouvy.
Heute sind die meisten Gleise verschwunden. Lediglich die Gleise der Durchfahrtszüge liegen noch aber vom alten Rangierbahnhof Troisvierges findet man nicht mehr sehr viel.
Das alte Bahnhofsgebäude wurde Anfang der Neunziger abgerissen und durch ein modernes ersetzt.